Moll-Gymnasium

OStD Gerhard Weber

OStD WeberWer sich für die Laufbahn von Gerhard Weber interessiert, sollte wissen, dass der gebürtige Ludwigsburger nach seinem Abitur in den Jahren von 1975-82 Geschichte und Germanistik studiert hat. Nach bestandenem Staatsexamen und der Magisterprüfung absolvierte er das Referendariat in Karlsruhe. Zu einer Zeit, in der man selbst mit sehr guten Zeugnissen, die er ja hatte, nur schwer in den Schuldienst aufgenommen wurde, ging er zum Cornelsen-Verlag nach Frankfurt, einem der großen Schulbuchverlage. Dort wurde er zum Verlagsredakteur/Lektor ausgebildet und arbeitete bis 1992 in der Redaktion Geschichte/Politik. Als Cornelsen 1992 dann alle Redaktionsbereiche in Berlin konzentrierte, entschloss er sich, in den Schuldienst zurückzukehren. Damals hätte er es sich nicht träumen lassen, dass er schon 10 Jahre später Direktor am Moll-Gymnasium sein würde. Zuletzt war er am Carl-Benz-Gymnasium in Ladenburg Fachabteilungsleiter für Deutsch, Geschichte, Gemeinschaftskunde und Erdkunde. Er war bei einigen Lehrbüchern des Faches Geschichte und Deutsch als Autor tätig, daneben verfasst er in seiner Freizeit Buchrezensionen für historische Fachzeitschriften.
Herr Weber wohnt derzeit mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in Feudenheim. Er ist kein Mitglied einer Partei, aber politisch sehr wach, liest zwei Tages- und zwei Wochenzeitungen. Überhaupt, so meint er, “bin ich ein Leser”, und dass er keinen Fernseher - eine “Zeitverschwendungsmaschine” - zu Hause hat, bereut er nur selten, wie z.B. bei der spannenden Bundestagswahl. Die verfolgte er am Radio.
Als Schulleiter möchte er etwas ins Moll hineintragen, so dass “diese Schule lebendig bleibt und sich weiterentwickelt”.
Unter einer guten Schule versteht er einen Ort, wo Schüler gerne hingehen, mit dem sie sich identifizieren und auch stolz darauf sind; wo gelernt und gearbeitet wird, wo außerschulische Aktivitäten, wie z.B. interessante Studienfahrten oder Veranstaltungen aus den Bereichen Musik, Theater und Kunst stattfinden; wo gegenseitiges Vertrauen und Entgegenkommen zwischen Schülern und Lehrern besteht. Im Unterricht müsse vor allem der Lehrplan eingehalten werden, aber auch Raum für Eigeninitiative bleiben, damit man etwas Gemeinsames entwickeln könne. Wichtig sind für ihn freundliche Umgangsformen, dass man sich gegenseitig ernst nimmt und Pünktlichkeit - sowohl für die Schüler als auch die Lehrer. Wenn er merkt, dass die Schüler verstärkt zu spät kommen, dann will er dies ebenso wie sein Vorgänger kontrollieren, das wurde sogar an seiner alten Schule so gemacht. Ordnung und Sauberkeit  sind für ihn selbstverständlich, denn eine ungepflegte Schule ist kein guter Ort des Lernens. Deshalb kontrolliert er z.B. wöchentlich die Klassenbücher und auch in die Unterrichtsräume will er mit der Zeit einen Blick werfen und wenn es zu dreckig ist, dann wird eben aufgeräumt, wie z. B. im Oberstufenzimmer.

Patrick Engel, Mollotow