Mannheimer Morgen      (Mittwoch, 17. März 1999 / Nr. 63)

Ein Stück für Yehudi Menuhin

Konzert des Sinfonieorchesters am Moll-Gymnasium

Bach, Dvorak, Beethoven, Bartholdy: Obwohl zumeist in Moll geschrieben, ließen die Kompositionen solch großer Meister das Orchesterkonzert des Moll-Gymnasiums dennoch keineswegs zu einer "traurigen" Veranstaltung werden. Vielmehr erlebten die zahlreichen Zuhörer im Musiksaal des Gymnasiums einmal mehr ein beeindruckendes Schülerkonzert.

Unter der Leitung von Dr. Friedhold Bötel eröffnet das Sinfonieorchester mit der Ouvertüre aus Ludwig van Beethovens Ballett "Die Geschöpfe des Prometheus" Opus 43. Vor allem das gefühlvolle Wechselspiel zwischen Querflöten und Klarinetten weiß zu gefallen.

Johann Sebastian Bachs Konzert für zwei Violinen und Streichorchester in d-Moll (BWV 1043) folgt -doch ehe die Musiker zu ihren Instrumenten greifen, richtet Dirigent Bötel noch sein Wort an das Auditorium. Er widmet das Stück dem Andenken des Weltklasse-Violinisten Yehudi Menuhin, der im Alter von 82 Jahren in Berlin verstarb: "Er liebte diese Komposition besonders und spielte sie mit zahlreichen verschiedenen Partnern", erklärt Dr. Bötel. Die beiden Violinsolisten Carola Richter (Klasse 13) und Angelo Bard (Klasse 12) machen dem Verstorbenen dann auch alle Ehre: Mit viel Fingerspitzengefühl meistern sie selbst die schnellsten Passagen des "Largo ma non tanto" absolut fehlerlos.

Die Streicher sind weiter gefordert: Die Serenade für Streichorchester in d-Moll Opus 20 des spätromantischen Komponisten Sir Edward Elgar gelingt ebenso vorzüglich wie das "Allegro Vivace" des Streichquartetts aus Georg Philipp Telemanns Sonate in A-Dur.

Nach der Pause sind auch wieder die Bläser des Ensembles gefordert: Die "kleine" Sinfonie -"Petite Sinfonie" - in B-Dur aus der Feder Charles Gounods stimmte vom "Scherzo Allegretto" über das "Andante Cantabile" bis hin zum großen "Finale Allegro" bis auf den Notenpunkt.

Ähnlich überraschend auch die" Romanze Andante con Moto" und die "Polka Allegretto Grazioso" aus der "Böhmischen Suite" Opus 39 von Antonin Dvorak.

Mit einem "Geburtstagsständchen" klingt das Sinfoniekonzert schließlich aus: Zum 190. Geburtstag von Felix Mendelssohn Bartholdy spielt das Orchester das "Scherzo Commodo" seiner neunten Sinfonie "Schweizer".

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