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Von Lamas und anderen Menschen...

„Wenn man Kaktussamen pflanzt, darf man sich nicht wundern, wenn Kakteen dabei herauskommen. Wenn man Rosen ernten will, so muss man Rosensamen pflanzen.“ – Mit diesem Sinnbild führt uns Klaus, ein Anhänger des Diamantweg-Buddhismus, in die Karma Kagyü Linie des Buddhismus ein. Er und Christel, die schon 24 Jahre dem Buddhismus angehört, haben sich extra einen ganzen Nachmittag für den Religionsneigungskurs der Jahrgangsstufe 13 Zeit genommen.

imBuddhZentr

Ganz unscheinbar sieht dieses Gebäude aus, das sich neben der unübersehbaren Johannis-Kirche befindet und in dem sich die Buddhisten treffen, um gemeinsam zu meditieren und auszutauschen. Als wir das Zentrum betreten, das eher an eine gemütliche kleine Mietswohnung erinnert, fällt uns das Schild „Bitte Schuhe ausziehen“ ins Auge, dessen Aufforderung wir sofort nachkommen. Christel und Klaus – für uns überraschenderweise in Jeans und T-Shirt gekleidet – erwarten uns bereits und führen uns in einen Nebenraum, in dem wir auf Meditationskissen Platz nehmen können und an dessen Wänden sich uns zunächst fremde Fotografien, Bilder und Figuren befinden. Nachdem sich Christel und Klaus vorgestellt haben, lädt uns Klaus dazu ein, auf Zetteln unsere Fragen zum Buddhismus zu notieren. Daraufhin bringen uns die beiden den Buddhismus und ihren ganz persönlichen Glauben näher. Ein Kernpunkt der aus dem östlich-asiatischen Raum stammender Religion, die eher einer Philosophie und Lebenseinstellung gleicht, ist das Streben danach, das „Beste für alle Wesen“ zu erreichen. Charakteristisch ist: Es gibt kein göttliches Gegenüber wie z.B. im Christentum, das man anbeten könnte, sondern vielmehr Lehrer z.B. Lama Ole, der den Diamantweg-Buddhismus in den Westen gebracht hat, die man verehrt und die mit ihren Belehrungen helfen, sich jedem Wesen mit Respekt begegnen und ohne jeglichen Zorn gegenübertreten zu können. Außerdem haben die Buddhisten ein zyklisches Weltbild, nach dem man immer wieder geboren wird und zwar solange, bis man ins Nirwana eintritt, einem Zustand des vollkommenen Wissens. Wir haben erkannt, dass der Buddhismus eine sehr friedliche und ruhige Religion ist, deren Lebenseinstellung gut in anderen Religionen zu integrieren ist. Dies konnten wir am eigenen Leib spüren, als wir bei einer Lichtmeditation zur Ruhe finden und die Informationen sacken lassen konnten. Das Buddhistische Zentrum steht jedem, gleich welcher Konfession, offen und so kann jeder Interessierte auf www.buddhismus-mannheim.de nähere Informationen und Termine finden. Für uns war der Besuch eine wertvolle und lehrreiche Erfahrung, die uns neue Anregungen für unser eigenes Leben gegeben hat.

Melanie Pietschke und Katharina Uhrig

   
   
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