Termin: Montag, 20.04.2015, 19:30 - 22:30 Uhr (inkl. 30 Min. Pause)

Werke: Cavalleria rusticana (Oper von Pietro Mascagni)  und  I Pagliacci (Oper von Ruggero Leoncavallo)

Regie: Roland Velte

Uraufführung: Cavalleria: 17.05.1890 in Rom;  Pagliacci: 21.05.1892 in Mailand

Premiere dieser Inszenierung: 25.02.1984

Kurzeinführung: Montag, 20.04.2015, 2. Hofpause, Raum 11

Kartenausgabe: am Vorstellungstag ab 19 Uhr im Theatercafé

 

Zwei eher kurze Opern (beide jeweils ca. 80 Minuten lang), die an einem Abend aufgeführt werden, bilden unsere nächste Vorstellung des Theaterabos. Die beiden Werke wurden unabhängig voneinander komponiert, werden aber häufig gemeinsam aufgeführt, weil sie Ähnlichkeiten aufweisen: Beide Opern stammen von Komponisten, die in Deutschland fast ausschließlich wegen eben dieser Musikwerke bekannt sind, beide Opern sind zweigeteilt (mit jeweils einem dazwischen gespielten Orchesterstück, einem so genannten Intermezzo) und beide Opern sind der gleichen Epoche, dem "Verismo", zuzuordnen. 

Für den Verismo ist charakeristisch, dass die dargestellte Handlung möglichst realistisch erscheint und die Figuren "einfachen" Verhältnissen entstammen, sodass klar wird: Nicht nur Könige oder Adlige sind zu großen Gefühlen fähig, sondern auch ganz "normale" Leute. Es ist so zu erklären, dass es in beiden Opern um Liebe und Eifersucht geht, die jeweils zu einem Mord führt.

 

"Cavalleria rusticana" spielt in einem Bauerndorf: Santuzza liebt Turiddu, der aber eine heimliche 

Cavalleria1Liebschaft zu einer verheirateten Frau unterhält. Weil er Santuzza abweist, klärt sie Alfio, den Ehemann der Geliebten, über Turiddus Verhältnis auf. Dieser fordert Turiddu zum Duell und tötet ihn dabei.

 

 

"I Pagliacci" spielt im Zirkus- bzw. Theatermilieu. Eine Theatertruppe, bestehend u.a. aus dem Clown Canio, seiner Ehefrau Nedda und einem weiteren Schauspieler Tonio, gastiert in einem Dorf, wo

Pagliacci1auch Neddas Geliebter Silvio wohnt. Tonio ist in Nedda verliebt, wird von ihr aber abgewiesen. Deshalb klärt Tonio ihren Ehemann Canio über das Verhältnis auf. Während einer Vorstellung, bei der Canio zudem einen betrogenen Ehemann spielen muss, verwischen sich Spiel und Wirklichkeit: Canio ersticht seine Ehefrau auf offener Bühne - und außerdem Silvio, der seiner Geliebten aus dem Publikum zu Hilfe eilen wollte.

 

 

Wem der Abend zu lange erscheint, der kann sich ggf. zwischen einer der Opern entscheiden (Beginn der Oper "I Pagliacci" gegen 21:15 Uhr). "Cavalleria" ist die musikalisch etwas eingängigere, dafür aber handlungsärmere Oper, während "I Pagliacci" eher dramatischere Handlung aufweist, aber musikalisch ein bisschen spröder erscheint. Trotzdem möchte ich auf die weltberühmte Arie "Vesti la giubba" aus "I Pagliacci" hinweisen.

   
Auto-Detect | Mobile Version | Desktop Version
© Moll-Gymnasium Mannheim