Theater-Abo

 

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Das Nationaltheater Mannheim bietet Schülerinnen und Schülern Mannheimer Schulen an, im Laufe eines Schuljahres 8 Vorstellungen zu einem sehr günstigen Preis (derzeit 6 Euro pro Vorstellung) zu besuchen. Viele Mollaner der Mittel- und Oberstufe nutzen dieses preiswerte "Schüler-Abo" gerne und treffen sich so mehrmals mit Freunden, Mitschülern und Lehrern zu einem gemeinsamen Theaterabend.

Am Moll-Gymnasium ist Herr Müller für die Organisation zuständig. Er wählt zu Beginn des Schuljahres unterschiedliche Stücke aus dem Repertoire des Nationaltheaters Mannheim aus und informiert die Klassen darüber. Dann melden sich die Interessierten an, und bereits Mitte/Ende November geht's los: in diesem Schuljahr bspw. mit dem Theaterstück "Das große Feuer", in welchem niemand Geringeres als die Darstellerin der ersten "Tatort"-Kommissarin, Nicole Heesters, die Hauptrolle übernimmt.

Damit die Teilnehmer nicht ganz ohne Vorbereitung mit den Stücken konfrontiert werden, bietet Herr Müller zeitnah vor der Aufführung Kurzeinführungen an, meist am Vorstellungstag im Moll-Gymnasium. Außerdem können entsprechende Informationen auf der Homepage der Schule abgerufen werden.

Die Karten verteilt Herr Müller immer am Abend der Aufführung; bei Interesse steht er nach den Vorstellungen noch für Diskussionen und Fragen zur Verfügung.

Auf diese Weise werden die jungen Erwachsenen an das kulturelle Leben herangeführt - auch das ist ein Bestandteil von Bildung. Und wenn das Ganze außerdem noch Spaß macht, haben alle Beteiligten in mehrfacher Hinsicht etwas gewonnen.

In diesem Schuljahr besuchen über 50 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 7 bis K2 sowie einige Eltern die Aufführungen des Nationaltheaters Mannheim. Neben "Das große Feuer" sind folgende Stücke geplant: "Turandot", "Tannhäuser", "Wie werde ich reich und glücklich?" (Musiktheater), "Wie es euch gefällt", "Birdland", "Romeo und Julia - the next generation" (Schauspiel/Junges Nationaltheater), "New Steps - Bolero" (Tanz).

 

 

 

 

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Termin: Donnerstag, 18.01.2018, 19:30 - 22:10 Uhr (inkl. Pause)

 

Werk: Turandot. Oper von Giacomo Puccini.

Uraufführung: 25.04.1926 in Mailand.

Premiere dieser Inszenierung: 08.05.2010

Regie: Regula Gerber

Musikalische Leitung: Benjamin Reiners

 

mit Galina Gleber, Olga Mykytenko, Gaston Rivero, Sung Ha u.a.

 

Kurzeinführung: Mittwoch, 17.01., 2. Hofpause, Raum 11

Kartenausgabe: am Vorstellungstag ab 19:00 Uhr im Theatercafé

 

Die chinesische Prinzessin Turandot stellt jedem, der um sie wirbt, drei Rätsel. Kann er sie lösen, bekommt er sie zur Frau, andernfalls wird er geköpft. Trotz dieser harten Bedingungen bemühen sich zahlreiche Männer um ihre Hand, doch bisher bezahlten alle Bewerber mit ihrem Leben. Die Staatsbeamten Ping, Pang und Pong kommen gar nicht mehr hinterher, die vielen Hinrichtungen zu dokumentieren und dabei das nach diesen Prozessen gierende Volk im Auge zu behalten.

Auch Prinz Kalaf, der auf der Straße zufällig seinen lange vermissten blinden Vater und dessen Sklavin Liu trifft, möchte sich der Fragen stellen. Trotz aller Warnungen, insbesondere von Liu, die ihn liebt, geht er das Risiko ein - und schafft es, alle drei Rätsel zu lösen. Turandot fleht jedoch, ihn nicht heiraten zu müssen, da sie ihn ja gar nicht kenne. Kalaf stellt ihr nun umgekehrt ein Rätsel: Wenn es Turandot schafft, innerhalb der kommenden Nacht seinen Namen herauszufinden, wird er den Freitod wählen...

 

Das Märchen um die chinesische Prinzessin wählte Puccini als Grundlage seiner letzten Oper, die unvollendet blieb: Den Schluss schuf später ein anderer Komponist nach Skizzen Puccinis. 

Die Musik erscheint sehr wuchtig; vor allem die vielen Chorszenen scheinen einen Zuhörer regelrecht zu überwältigen. Die Oper bietet aber auch ruhige Momente, insbesondere die Arien der wahrhaft liebenden Sklavin Liu unterbrechen den martialischen Charakter anderer Szenen. Gleichzeitig bietet die Oper auch berühmte Arien: Kalafs "Nessun dorma" zu Beginn des dritten Aktes ist sicher vielen von euch bekannt.

Die Inszenierung spiegelt die Wucht der Oper wider. Das Bühnenbild, wohl das derzeit aufwändigste in Mannheim, zeigt ein mehrstöckiges Gerüst, das Kälte verströmt und die Bühne dominiert.

 

Der Termin der folgenden Abo-Vorstellung steht schon fest:

Mittwoch, 28.02., 19:30 - 21:30 Uhr, "Birdland" von Simon Stephens.

 

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Termin: Freitag, 01.12.2017, 19:30 - 22:15 Uhr (inkl. Pause)

 

Werk: Wie werde ich reich und glücklich? Kabarettrevue.Reich1

Komponist: Mischa Spoliansky

Uraufführung: 15.06.1930 in Berlin

Premiere dieser Produktion: 21.01.2017

Regie: Kommando Himmelfahrt

Musikalische Leitung: Matthew Toogood

 

mit Joachim Goltz, Nikola Hillebrand, Andreas Hermann, Matthias Bernhold, Marina Markina u.a.

 

Kurzeinführung: Freitag, 01.12.2017, 2. Hofpause, Raum 11

Kartenausgabe: am Vorstellungsabend ab 19:00 Uhr im Theatercafé

 

 

 

Dem arbeitslosen Kibis, der in wilder Ehe mit Lis, der Tochter seiner Vermieterin, lebt, droht der Rauswurf aus seiner Wohnung. Er ist im Mietrückstand und selbst mit Witz und Charme kann sich der Lebenskünstler nicht mehr weiterhelfen. Da flattert eine dünne Broschüre mit dem Titel "Wie werde ich reich und glücklich?" in seine Wohnung. Mit zehn Anweisungen verwandelt sie sein gescheitertes Leben grundlegend. Er lernt Marie, die wohlhabende Tochter des Autohändlers Regen, kennen, die ebenfalls die Broschüre gelesen hat. Auf der Suche nach dem Glück beschließt sie, Kibis zu heiraten. Kibis wird durch die Hochzeit reich, doch das Glück lässt noch auf sich warten...

 

Die Kabarettrevue über den Hochstapler Kibis war zur Zeit der Uraufführung ein großer Erfolg und wurde bald verfilmt. Allerdings lassen sich keine Aufnahmen zu diesem Film finden, weder im Bundesfilmarchiv noch auf youtube. Diesen Gedanken machte sich das Regieteam "Kommando Himmelfahrt" zu Nutze und schuf eine sehr besondere Inszenierung für Mannheim: Thematisiert wird auch die unauffindbare Schwarz-Weiß-Verfilmung, indem die Darsteller auf der Bühne live von einer Kamera aufgenommen und in Schwarz-Weiß-Szenen auf einer Leinwand montiert werden. So sieht man die Handlung als Zuschauer zweimal gleichzeitig: auf der Bühne und im "Kino".

Auf diese Weise werden wir einen unterhaltsamen und sehr ungewöhnlichen Theaterabend erleben.

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Termin: Samstag, 18.11.2017, 20:00 - 21:30 Uhr (keine Pause)

 

 

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Werk: Das große Feuer. Theaterstück von Roland Schimmelpfennig.

Uraufführung: 22.01.2017 in Mannheim

Regie: Burkhard C. Kosminski

 

mit Reinhard Mahlberg ("Brandner Kasper"), Klaus Rodewald ("Hamlet"), Julius Forster ("Hamlet"), Hannah Müller, Sabine Fürst ("Phantom ein Spiel"), Ragna Pitoll, Sven Prietz ("Hamlet", "Brandner Kasper") und als Gast: Nicole Heesters

 

Kurzeinführung:            Wegen einer SMV-Aktion wird die Einführung auf

          Freitag, 17..11,., 1. Hofpause (10:30), Schulhof Eingang D-Trakt verlegt.

Kartenausgabe: am Vorstellungstag ab 19:30 Uhr im Theatercafé

 

 

 

Die Bewohner zweier nur durch einen Fluss getrennten Dörfer stehen in guten nachbarschaftlichen Beziehungen. Nach einem Streit zwischen den beiden Bürgermeistern entwickeln sich die Dörfer jedoch in verschiedene Richtungen: Während das eine wirtschaftlich erstarkt, werden die Bewohner des anderen von Missernten, Krankheiten und Umweltkatastrophen heimgesucht. Auch der Fluss wird breiter und breiter, sodass kaum mehr eine Verbindung zwischen den Einwohnern möglich ist. Als im ohnehin "geschwächten" Dorf auch noch ein großes Feuer ausbricht, gibt es niemanden, der rettend eingreifen könnte...

Roland Schimmepfennig gilt als einer der meistgespielten Theaterautoren der Gegenwart. Sein Stück "Das große Feuer" vermittelt, wie aus Freunden Feinde werden und wie aus äußeren Einflüssen Ungerechtigkeiten entstehen. 

Die Handlung spielt sich innerhalb genau eines Jahres ab. Aus diesem Grund hat sich der Regisseur Burkhard Kosminski dazu entschlossen, den Theaterabend durch ein kleines Orchester zu bereichern, das mit Vivaldis "4 Jahreszeiten" die Handlung musikalisch illustriert.

Zudem wirkt in dem Stück eine Erzählerfigur mit, die durch die Theater- und Filmschauspielerin Nicole Heesters, inzwischen knapp 80 Jahre alt, besetzt wurde. Diese Schauspielerin ist auch einem breiten Fernsehpublikum bekannt, ist sie doch zum einen die Tochter des berühmten Sängers und Schauspielers Johannes Heesters (der 2011 hundertsiebenjährig starb) und zum anderen die erste "Tatort"-Kommissarin (1978 - 1980, Tatort Mainz).

Uns erwartet also ein prominent besetzter, sämtliche Sinne erfassender Theaterabend.

 

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Link zur Homepage des NTM:

https://www.nationaltheater-mannheim.de/de/schauspiel/stueck_details.php?SID=2602

 

Die nächste Aufführung findet am Freitag, dem 01.12., um 19:30 Uhr statt.

Wir werden dann die Revue-Vorstellung "Wie werde ich reich und glücklich?" sehen.

Diese wurde als Ersatz für "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" angesetzt, welche leider nur noch in den Weihnachtsferien gespielt wird und daher nicht ins Abo genommen werden kann.

Nähere Informationen zu "Wie werde ich reich und glücklich?" gibt es ab dem 20.11.2017 hier.

 

 

 

Termin: Samstag, 08.07.2017, 19:30 - 22:15 Uhr (inkl. einer Pause)

 

 

 

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Werk: Un ballo in maschera (Ein Maskenball). Oper von Giuseppe Verdi.

Uraufführung: 17.02.1859 in Rom

Premiere dieser Inszenierung: 13.04.2000

Musikalische Leitung: Benjamin Reiners

Regie: Werner Schroeter

 

 

 

mit Miriam Clark, Rafael Rojas, Evez Abdulla, Julia Faylenbogen, Nikola Hillebrand u.a.

 

 

 

Kurzeinführung: Mittwoch, 05.07., 2. Hofpause, Schulhof (Eingang D-Trakt)

Kartenausgabe: am Vorstellungstag ab 19:00 Uhr im Theatercafé

 

 

 

 

 

 

 

Die letzte Vorstellung unseres diesjahrigen Abos bildet eine Oper: Verdis "Maskenball". Dabei handelt es sich um das wohl düsterste Werk, das Verdi verfasst hat.

 

Im Zentrum der Handlung steht Gustavo, König von Schweden. Er ist in Amelia, die Frau seines besten Freundes Anckarström, verliebt. Auf der Gästeliste zu einem bevorstehenden Maskenball entdeckt er Amelias Namen und beschließt, sie dort verkleidet zu treffen, obwohl er von Anckarström vor einem geplanten Attentat gewarnt wird.

Amelia ist umgekehrt auch in Gustavo verliebt, möchte aber ihre Gefühle aus Rücksicht auf ihren Ehemann, nicht zulassen und versucht sogar, sie sich von einer Wahrsagerin austreiben zu lassen. 

Durch Zufall entdeckt Anckarström ein Treffen zwischen den beiden - für ihn ein absoluter Vertrauensbruch sowohl von seiner Ehefrau als auch von seinem besten Freund. Der Maskenball kommt ihm gerade recht: Auch er plant nun, verkleidet teilzunehmen, um dort unerkannt Rache an seinem besten Freund zu üben...

 

Werner Schroeter schuf eine ästhetisch reduzierte, aber sehr reizvolle Inszenierung, die sich seit nunmehr 17 Jahren im Repertoire des Nationaltheaters hält. Einzelne Bilder werden sich gewiss einprägen, z.B. die überdimensional große "Lupe", die ein tragendes Element des dritten Aktes darstellt. Mindestens ebenso wird die Musik Verdis im Gedächtnis bleiben: Er komponierte Arien, die die Verzweiflung Amelias, die Eifersucht Anckarströms, das Dämonische der Wahrsagerin, aber auch die Unbekümmertheit Gustavos oder die Quirligkeit seines Dieners Oscar (von einem Sopran gesungen) deutlich ausdrücken. Zusammen mit Chorszenen und dem "Showdown" auf dem Maskenball findet unser Abo mit diesem Werk einen würdigen Abschluss.

 

Das Schüler-Abo wird auch in der kommenden Saison (zum sensationell günstigen Preis von 6 Euro pro Vorstellung!) angeboten. Ich würde mich freuen, wenn wieder viele von euch dabei sind!

 

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Termin: Mittwoch, 21.06., 19:30 - 22:00 Uhr, eine Pause

 

 

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Werk: Ein Sommernachtstraum. Tanzstück von Stephan Thoss. Nach Shakespeare.

 

Musik: Joby Talbot, Benjamin Britten, Henry Purcell

 

Premiere: 19.11.2016

 

 

Kurzeinführung: Di, 20.06., 2. Hofpause, Schulhof Eingang D-Trakt

 

Kartenausgabe: am Vorstellungstag ab 19:00 Uhr im Theatercafé

 

 

 

 

Shakespeares Sommernachtstraum ist ein Klassiker der Theaterliteratur. Im Vergleich zum Werk "Hamlet", das wir zu Beginn der Saison sehen konnten, erweist sich "Ein Sommernachtstraum" als weniger düster und bietet eine eher humorvolle Betrachtung auf während einer Nacht im Wald entstehende Liebeswirren. Mehrere Paare treffen im Wald aufeinander: Theseus und Hyppolita, die ihre Hochzeit vorbereiten, der König der Elfen (Oberon) und Titania, Lysander und Hermia, Helena und Demetrius. Puck, der Hofnarr Oberons, soll die zum Teil heftig streitenden Paare wieder zusammenbringen, doch dabei verabreicht er das von ihm eingesetzte Mittel (Zaubertropfen, die bewirken, dass eine schlafende Person sich in denjenigen, den sie nach dem Erwachen erblickt, sofort verliebt) nicht immer den "passenden" Kandidaten. Zu allem Überfluss trifft auch noch eine Gruppe schauspielernder Handwerker ein, die im Wald ihr neues Stück proben möchten.

 

Die Komödie Shakespeares hat Stephan Thoss für sein Tanzensemble neu choreografiert. Die Handlung wird bis auf eine Ausnahme von Tänzern vermittelt: Puck wird von einem Countertenor verkörpert. Dazu spielt das Orchester des Nationaltheaters live. 

 

Mit dieser Produktion stellte sich das neue Tanzensemble des Theaters im vergangenen Herbst erfolgreich vor. Uns erwartet ein poetischer und humorvoller Abend mit zauberhaften Bildern.

 

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Die nächste (und letzte) Vorstellung unseres diesjährigen Abos findet am Samstag, dem 08.07. statt: "Un ballo in maschera" (Ein Maskenball) von Giuseppe Verdi.

   
   
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