Termin: Donnerstag, 05.07.2018, 19:30 - 21:00 Uhr (keine Pause)

 

 

 

Werk: Vespertine. Ein Pop-Album als Oper.Vespertine01

 

 

Musik: Björk

Uraufführung: 26.05.2018 in Mannheim

Inszenierung: Hotel Pro Forma

Musikalische Leitung: Matthew Toogood

 

 

 

mit Ji Yoon, Aki Hashimtoto, Raymond Ayers

 

 

Kartenausgabe: am Vorstellungstag ab 19:10 Uhr im Theatercafé

 

 

 

 

Mit der überregional beachteten Produktion "Verspertine" wagte das Nationaltheater ein Experiment: Ein Pop-Album der isländischen Sängerin Björk aus dem Jahre 2001 diente als Grundlage für eine Opernhandlung. Dabei wurden die 13 Songs des Albums zu einer Handlung verwoben, eine dazu passende Bühnenlandschaft entworfen und die Musikstücke selbst neu orchestriert und für Opernsänger und Chor umgeschrieben.

 

Was dabei herauskam, ist eine fantasievolle, bilderstarke und wirkungsvolle Performance. Die Handlung selbst spielt in einem Labor, in welchem eine Naturwissenschaftlerin und deren von ihr selbst erschaffene Doppelgängerin experimentieren und forschen und dabei doch immer wieder gleiche Tage verleben. Im Laufe der Zeit stellen sie Fragen an das Leben, an die Welt und erreichen schließlich den Durchbruch: Sie erschaffen Leben, eine eigene Kreatur: den "Wolkenjungen". Schließlich taucht noch ein weitere Figur auf, die aus einer anderen Welt zu stammen scheint. Die Naturwissenschaftlerin schließt sich dieser Figur an; ihre Doppelgängerin bleibt zurück.

 

Man merkt: Die Aufführung lebt nicht von einer realistischen oder abendfüllenden Handlung. Aber es geht an diesem Abend vielmehr um Atmosphären, um Fantasie, um Träume und Wünsche. Dazu trägt auch das imposante Bühnenbild bei, das uns, unterstützt von Videoprojektionen und verbunden mit ungewöhnlichen Klängen, in eine eigene Welt entführt. Es ist also gar nicht so entscheidend, eine Handlung an diesem Abend zu erkennen; vielleicht ist es am besten, die Aufführung als bilderreiches Konzert zu betrachten, das es aber vermag, den Zuschauer zu verzaubern.

 

Wie beschrieb es doch der "Mannheimer Morgen" in seiner Kritik? "Nach knapp eineinhalb Stunden verlässt man das Opernhaus anders, als man es betreten hat."  

 

Mit dieser Aufführung endet auch die Abo-Saison 2017/2018. Ich hoffe, die diesjährigen Stücke haben euch angesprochen, und würde mich sehr freuen, wenn ihr auch im kommenden Schuljahr wieder dabei seid.

 

Vespertine02

Vespertine03

   
   
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