Termin: Dienstag, 15.01.2019, 19:30 - 22:00 Uhr (inkl. Pause)Fidelio1

 

 

Werk: Fidelio. Oper von Ludwig van Beethoven.

Uraufführung: 20.11.1805 (1. Fassung) in Wien

Premiere dieser Inszenierung: 09.12.2017

Regie: Roger Vontobel

Musikalische Leitung: Alexander Soddy (GMD)

 

 

mit Elisabeth Teige, Nikola Hillebrand, Andreas Hermann/Michael Ransburg, Patrick Zielke, Christopher Diffey u.a.

 

 

Kurzeinführung: am 15.01., 12:20 Uhr (2. Hofpause), Raum 11

Kartenausgabe: am Vorstellungstag ab 18:50 Uhr im Theatercafé

Im oberen Foyer des Theaters wird um 19 Uhr eine ausführliche Einführung angeboten.

 

Nach der recht heiteren Oper "Aschenputtel" im November werden wir mit "Fidelio" eine eher düstere, wenngleich spannende Oper kennen lernen.

Florestan hat über Don Pizarro, den Gouverneur des Staatsgefängnisses, einige Unrechtmäßigkeiten herausgefunden und könnte ihm daher gefährlich werden. Deswegen ließ ihn Don Pizarro unrechtmäßig in ein tiefes Verlies einkerkern.

Florestans Gattin Leonore möchte ihn befreien und stellt sich deshalb, als Mann verkleidet und unter dem Decknamen "Fidelio", in die Dienste des Kerkermeisters Rocco. Dessen Tochter verliebt sich in "Fidelio", wird aber gleichzeitig von einem jungen Mann namens Jaquino verehrt.

Pizarro meldet sich zur Inspektion und berichtet, dass der Minister sich zu einem Besuch angemeldet habe. Da er wegen der widerrechtlichen Inhaftierung Florestans Schwierigkeiten ahnt, beschließt er, Florestan durch Rocco töten zu lassen. Fidelio bittet Rocco, der den Mordauftrag ablehnt,  die Gefangenen ans Licht zu lassen, um sicher zu gehen, dass Florestan unter ihnen ist. Diese genießen einen kurzen Moment des Sonnenlichts, aber Florestan ist nicht unter ihnen. Fidelio erfährt, dass es noch einen Gefangenen gibt, der keinesfalls ans Tageslicht gelassen werden darf.

Fidelio schafft es, Rocco zu überreden, selbst mit ihm in das Verlies dieses Gefangenen gehen zu dürfen. Dort erkennt "sie" ihren Mann, muss aber Rocco dabei helfen, das Grab zu schaufeln, in das Florestan nach dessen Ermordung gelegt werden soll. Pizarro erscheint in der Absicht, Florestan nun selbst zu töten. Im letzten Moment gibt sich Fidelio als Leonore zu erkennen und bedroht ihn mit einer Pistole. Gleichzeitig wird durch ein Trompetensignal der Minister angekündigt. Dieser erkennt, dass Pizarro unrechtmäßig gehandelt hat, und beschließt, alle Gefangenen freizulassen. Mit einem hymnischen Chor an die aufopfernde Gattenliebe Leonores endet die Oper.

 

Die Handlung beginnt recht "harmlos" wie eine Liebesgeschichte zwischen Jaquino, Marzelline und Fidelio, nimmt aber mehr und mehr an Ernst und Dramatik zu und endet wiederum in einem langen, fast übertrieben freudigen Schlusschor. Dieser merkwürdigen Dramaturgie hat der Regisseur Roger Vontobel misstraut und erzählt daher die Geschichte aus Sicht des Florestan, der sich, kurz vor seiner Ermordung, noch einmal eine Utopie zurechtlegt, die für ihn ein Idealbild von Freiheit und Gerechtigkeit vermittelt. Vontobel hat deshalb die Figur des Florestan mit Hilfe eines Schauspielers doppelt besetzt. So erscheint Florestan, der eigentlich erst im II. Akt auftritt, von Beginn an. Er treibt die anderen Figuren, die extrem überzeichnet sind, zu einem Spiel an, das seine eigenen Wünsche verdeutlicht. Ein positives Ende ist ihm so aber nicht vergönnt.

In diesem Sinne handelt es sich um eine sehr besondere Inszenierung dieser Oper und lässt uns selbst über die Frage nachdenken, ob eine wie in "Fidelio" vermittelte Form von Freiheit überhaupt möglich ist.

 

Fidelio2Fidelio4

 

Weitere Termine: 

Sonntag, 03.02.2019, 19 Uhr: "Judas".

Donnerstag, 21.03.2019, 19:30 Uhr: "Die Liebe zu drei Orangen"

 

 

 

   
   
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