Termin: Sonntag, 03.02.2019, 19:00 - 20:15 Uhr (keine Pause) 

 

 

Judas99

Werk: Judas. Monolog von Lot Vekemans.

Uraufführung: 02.03.2007 in Haarlem

Premiere dieser Inszenierung: 11.10.2018

Regie: Philipp Rosendahl

 

 

 

mit Samuel Koch als Judas

 

 

 

Kurzeinführung: Freitag, 01.02., 1. Hofpause, Raum 11

Kartenausgabe: am Vorstellungstag ab 18:30 Uhr im Theatercafé

 

 

 

Die Geschichte von Judas, dem Verräter, meint jeder zu kennen. Er, der Jesus durch einen Kuss an die Tempelpolizei verraten und so seine Auslieferung an die Römer und die spätere Kreuzigung ermöglicht hat, geriet genau deshalb zu trauriger Berühmtheit.

Aber hat man Judas eigentlich jemals nach einem Grund für sein Handeln gefragt? Hatte er womöglich ganz andere als böse Absichten? Wäre das Christentum ohne den "Judaskuss" überhaupt zu einer so großen Weltreligion geworden? Musste er den Messias nicht töten, um Gottes Heilsplan zu realisieren? War es womöglich sogar eine Absicht Jesu, durch Opfertod die Menschheit zu erlösen? Und schließlich: Wie lebt man als "Verräter", von der gesamten Menschheit so sehr verurteilt, dass niemand mehr seinem Kind diesen Namen geben würde?

Die Autorin Lot Vekemans, 1965 in den Niederlanden geboren, geht diesen Fragen auf den Grund und lässt Judas, mehr als 2000 Jahre nach dessen Verrat, selbst zu Wort kommen.

 

Gespielt wird Judas von dem jungen Schauspieler Samuel Koch, einigen von euch vielleicht bekannt aus der Fernsehsendung "Wetten dass...?" vom 04.12.2010, in welcher er bei einem Sprung über ein Auto einen so schweren Sturz erlitt, dass er seitdem querschnittsgelähmt ist. Trotz dieses harten Schicksals bewältigte er ein Schauspielstudium und ist seit dieser Spielzeit festes Ensemblemitglied in Mannheim. 

 

Wir werden also einen eher kurzen, mit nur einem Schauspieler besetzten, fast kammerspielartigen Theaterabend erleben, der gerade wegen seiner Intimität und der eingeschränkten Darstellungsmöglichkeiten des Schauspielers einen Fokus auf die Sprache setzt - Judas also im sprichwörtlichen Sinne zu Wort kommen lässt.

 

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Nächste Aufführung: "Die Liebe zu drei Orangen" am Donnerstag, 21.03.2019, um 19:30 Uhr.

   
   
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