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Am 16.07.2008 besuchten wir, die Latein-Klassen der Klassenstufe 8 (b, c und d), zusammen mit Frau Zeller, Frau Dr. Richter und Frau Layer die alte Römerstadt Trier. Nach einer zwei stündigen Busfahrt kamen wir endlich nahe der Porta Nigra, einem aus der Römerzeit stammenden Stadttor, an. Wir erfuhren, dass der Name des 1900 Jahre alten Bauwerks übersetzt "Schwarzes Tor" bedeutet. Dies kann man dem Bauwerk auch deutlich an der Mauerfarbe ansehen. Das nördliche Stadttor wurde im Mittelalter als Doppelkirche benutzt. Einer der beiden Ausflug nach Trier Stadttortürme ist deshalb höher als der andere, da er damals als Kirchturm verwendet wurde.

 

Auch am Marktplatz, der in der Nähe des Trierer Doms liegt, sieht man, dass die Stadt nicht nur eine große Bedeutung bei den Römern hatte - als spätere Reichshauptstadt - sondern auch im Mittelalter und in der Barockzeit, denn die umliegenden reich verzierten hohen Gebäude sind im Fachwerkstil und im Barockstil gebaut. Als Nächstes besuchten wir den Dom. Im Inneren fiel uns auf, dass die Kirche im Laufe der Zeit erweitert worden und von verschiedenen Künstlern in unterschiedlichen Stilen gestaltet ist. Dies erkennt man vor allem an den verschiedenfarbigen Außenwänden. Dadurch wirkte der Dom auf uns etwas "zusammengewürfelt". Eine Attraktion des Doms ist der Heilige Rock, das Gewand Jesu, welches er vor seiner Kreuzigung getragen hatte.

 

trierDanach hatten wir endlich die lang ersehnte Mittagspause für eine gute Stunde. Um 13.00 Uhr trafen wir uns wieder, um zur dritten Station, der Palastaula, zu gehen. Die Palastaula, häufig auch Basilika genannt, war die Empfangs und Repräsentationshalle des römischen Kaiserpalastes. Hier empfing der Kaiser seine Gäste und nahm manche wichtige Bitten der Bürger entgegen. Audienz erhielten nur vom Kaiser aus gewählte Bürger. Jene mussten sich auf dem Weg durch die lange Halle dreimal auf den durch Fußbodenheizung erwärmten Marmorboden niederwerfen, bevor sie beim Kaiser ankamen. Wir fanden die heute evangelische Kirche ziemlich bieder und trist. Nun machten wir uns auf den Weg zu den Kaiserthermen. Dieser führt durch den ehemals kaiserlichen Park. Von den Thermen ist nicht mehr viel übrig, aber die unterirdischen Gänge sind noch gut erhalten und bieten sich für ein Versteckspiel an. Gekennzeichnet waren die Stellen, an denen sich früher z.B. das Caldarium (ähnlich wie Sauna) befand. Leider konnten die Bürger Triers größte und am besten ausgestattete Thermenanlage nicht mehr richtig genießen, weil die Franken kurze Zeit später die Herrschaft über die Stadt übernahmen und mit der Anlage nichts anzufangen wussten und sie schließlich als Festung benutzten. Die meisten Schüler waren schon dort ziemlich erschöpft von unserer Exkursion. Als letzte Station kamen wir nach einem kurzen Fußmarsch zum Amphitheater. Das ist ein Rundtheater ohne Dach mit einer ovalen Arena und mit in den Hang angelegten Stufen als Sitz reihen. Hier wurden Spiele, z.B. Tierhetzen, Gladiatorenkämpfe und Hinrichtungen veranstaltet und wichtige Ankündigungen ausgerufen. Leider kann man nur noch die Arenamauer von außen besichtigen, da das Amphitheater nach dem Untergang des weströmischen Reiches Ende des 5. Jahrhunderts als Steinbruch benutzt wurde. Die aus Holz bestehenden Sitze sind über die Jahre verschwunden. Aber man kann unterirdisch "Backstage" gehen und einen Rundgang unterhalb der Arena machen, um nachfühlen zu können, wie und wo z.B. die Gladiatoren vor ihrem Kampf untergebracht waren. Das Amphitheater, in dem mehr Zuschauer Platz hatten (20.000) als in der SAP-Arena Mannheim (16.300), enttäuschte manche von uns etwas, da wir es uns "spektakulärer" vorgestellt hatten. Um 15.30 holte uns der Bus dort ab und wir fuhren müde und erschöpft nach einem langen Tag weitere zweieinhalb Stunden zurück nach Mannheim zum Moll-Gymnasium.

 

Leonie Koch und Imke Frisch

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