Eine Reflexion zum Schulgottesdienst 2006

Bewertung: Was hat mir gut gefallen, was weniger? Was habe ich außerdem von anderen gehört? Für mich war der Gottesdienst ein 7WerbeseiteGD_Hilfeganz anderer, als die Gottesdienste, die ich zuvor an unserer Schule erlebt habe. Mitzuerleben wie sich aus einzelnen Gedanken und Ideen langsam ein Hauptgedanke herausbildet und wie die­ser durch gemeinsame Arbeit zu einem Gottesdienst verarbeitet wird, ist eine schöne Erfahrung. Durch solch eine Erfahrung bekommt man einen ganz neuen Blick für einen Gottesdienst, was gerade in einem Religionskurs sehr bereichernd ist. Was mir besonders gut gefallen hat, war die Atmosphäre. Im Nachhinein bin ich froh, dass der Gottesdienst in einer Kirche und nicht in unserem Musiksaal statt gefunden hat.

Gerade Schülern, die sonst nicht oft in der Kirche sind, ist die Atmosphäre besonders wichtig. Klar, dass diese an einem "heiligen Ort" wie der Kirche viel besser zur Geltung kommt als in der eigenen Schule. Für die meisten Schüler ist die Weihnachtsgeschichte nichts Neues und gehört einfach in jeden Weihnachtsgottesdienst. Was mir besonders gut gefallen hat, war, dass durch die Gedankeneinschübe die Geschichte dennoch neu wirkte und manche dadurch einen völlig neuen Blick für eine so bekannte Geschichte bekommen haben. Meine Lieblingsgeschichte aus dem Gottesdienst war die Geschichte von der kleinen Lisa. (unter 3) werde ich noch mal genauer auf die Geschichte eingehen) Ich fand es sehr gut, dass so viele Schüler, auch aus verschiedenen Stufen, an dem Gottesdienst mitgewirkt haben. Nach dem Gottesdienst habe ich mich mit verschiedenen Schülern, Eltern, Lehrern und dem Schulleiter unterhalten. Den jüngeren Schülern hat einerseits die Geschichte vom Besuch aus Papua-Neuguinea sehr gut gefallen, weil sie lustig ist, aber andererseits wurden sie von der Geschichte der kleinen Lisa berührt und zum Nachdenken angeregt. Bei den Eltern und den älteren Schülern kam die Weihnachtsgeschichte besonders gut an. Unserem Schulleiter hat die Atmosphäre in der Kirche am besten gefallen.

Tipps für zukünftige Schulgottesdienste: was ist meiner Meinung nach zu beachten? Es ist wichtig, dass der Gottesdienst einem Hauptgedanken untergeordnet ist, dem man den ganzen Gottesdienst hindurch folgt. Bei zu vielen Nebengedanken verliert man das Hauptthema schnell aus den Augen. Eine gute Idee waren deshalb die Oma, der Opa und das Kind als Orientierung.  Durch ihre Zwischengedanken und Einwände konnte man leicht folgen. Weil wir dem Publikum Etwas mitgeben wollen, ist es wichtig seine Aufmerksamkeit zu erwecken. Dies kann durch den Einsatz verschiedener Medien geschehen, wie bei uns im Gottesdienst (Bilder vom Konsumweihnachten über den Beamer, Powerpointpräsentation, Musik aus den Lautsprechern...).  Aber auch kleine Überraschungen wie unsere Weihnachtsgeschichte mit den Einschüben, die ganz anders wirkte als sonst, bleiben besser in Erinnerung. Damit die Schüler den ganzen Gottesdienst über aufmerksam bleiben können, sollte er nicht zu lange dauern (höchstens 45min). Außerdem sollten die Schüler durch gemeinsame Lieder mit in den Gottesdienst einbezogen werden. Vor dem Gottesdienst muss unbedingt eine Generalprobe statt finden, an der alle Mitwirkenden beteiligt sein sollen, um so noch aufkommende Unklarheiten zu beseitigen.

Ein persönliches Schlusswort, zu den Aspekten "Was ist mir wichtig geworden", "Was ist mir bewusst geworden" - und zwar auch in Bezug auf unseren Schulgottesdienst vor dem Hintergrund sonstiger Gottesdienste, die ich kenne, sowie in Bezug auf mein Verständnis von Weihnachten Da ich die Geschichten aus unserem Gottesdienst schon im Unterricht gelesen und gehört habe, waren sie im Gottesdienst nichts Neues für mich. Aber bei der Geschichte von der kleinen Lisa ist mir trotzdem besonders im Gottesdienst klar geworden, dass Weihnachten eigentlich unzeitlich ist. So wie in der Lisa-Geschichte Weihnachten vor verschoben wurde, war es in unserem Gottesdienst im Prinzip doch auch. Obwohl es erst der 21.12.06 war, fühlte ich mich doch wie an Weihnachten. Mir ist bewusst geworden, dass Weihnachten viel mehr ein Gefühl und ein Zustand ist, als nur ein Feiertag an einem festgelegten Datum. Gerade nach dem Gottesdienst fand ich es schön zu hören, wie die Schüler sich noch lange über den Gottesdienst unterhalten haben, was mir zeigte, dass wir unser Ziel erreicht haben.

Die Schüler haben Etwas mitgenommen und wurden zum Nachdenken angeregt. Das war mein persönlicher Höhepunkt, auch wenn er erst nach dem Gottesdienst eintrat und nicht während. Mir ist aufgefallen, dass ein Schulgottesdienst von viel mehr Personen vorbereitet wird, als ein normaler Gottesdienst, in dem gerade mal der Pfarrer, der Organist und ein Chor beteiligt sind. Ein Gottesdienst, der von Mitschülern durchgeführt wird, die man kennt, kann einen viel mehr ansprechen, als ein Gottesdienst, von einem fremden Pfarrer.

Antonia König, Jahrgangsstufe 12

 

   
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