14.02.2020

  • Clown1Termin: Freitag, 14.02.2020, 19:30 - 21:30 Uhr (keine Pause)
  • Werk: Ansichten eines Clowns. Nach dem Roman von Heinrich Böll.
  • Veröffentlichung des Romans: Januar 1963
  • Premiere dieser Inszenierung: 30.03.2019
  • Regie: Maxim Didenko 

 

  • mit Christoph Bornmüller ("Die Möwe") in der Titelrolle sowie mit Sophie Arbeiter, Annemarie Brüntjen, Patrick Schnicke, Robin Krakowski, Vassilissa Reznikoff, Johanna Eiworth, Rocco Brück, Boris Koneczny (die vier Letztgenannten waren ebenso in "Die Möwe" zu sehen).

 

  • Kartenausgabe am Mittwoch, 12.02., 2. Hofpause in Raum 11 (mit Kurzeinführung), am Freitag, 14.02., 1. Hofpause, Raum 11 oder am gleichen Tag ab 19:00 Uhr im Theatercafé.

 

Der Roman schildert Ausschnitte aus dem Leben des Clowns Hans Schnier; die Handlung spielt in der ehemaligen Bundeshauptstadt  Bonn zur Zeit der 1950-er und 1960-er Jahre. Folgende Informationen sind zum Nachvollziehen der Handlung hilfreich: 

  • Hans Schnier, 27 Jahre alt, Clown von Beruf, verletzt sich auf der Bühne, ist nicht mehr einsatzfähig und kehrt in seine Heimatstadt Bonn zurück.
  • Seine Eltern waren NS-Befürworter und stellten während des Krieges ihre Kinder zu Kriegszwecken zur Verfügung. Schniers kleine Schwester Henriette ist dabei ums Leben gekommen. Die Mutter setzt sich inzwischen ehrenamtlich für die Versöhnung rassistischer Gegensätze ein, was Schnier ihr als Verlogenheit vorwirft.
  • Schniers Freundin Marie hat ihn verlassen, da er eine Heirat mit ihr abgelehnt hat, weil nach seiner Meinung eine Legalisierung der Beziehung durch Staat und Kirche nicht nötig sei. Außerdem hat sich Schnier geweigert, ein Dokument zu unterschreiben, durch das er sich verpflichtet, seine späteren Kinder nach katholischem Glauben zu erziehen. Freunde Maries, die dem Katholizismus anhängen, haben die Trennung zusätzlich befördert. Inzwischen lebt Marie eine Beziehung mit ihrem Glaubensgnossen Heribert Züpfer. Als Schnier durch Sommerfeld, ein Mitglied des katholischen Zirkels, erfährt, dass Marie mit Heribert Züpfer verreist ist, bricht er zusammen.
  • Schnier kann Gerüche durchs Telefon wahrnehmen. Er versucht immer wieder, durch Anrufe bei seinem Bruder, seinen ehemaligen Freunden oder einflussreichen Personen an Geld zu kommen.
  • Schniers Vater möchte ihm 200 DM (heute: ca. 100 €) im Monat überweisen, was Schnier ablehnt, weil der Betrag zu gering ist.
  • Schnier vernichtet schließlich alles, was ihn an seine Schwester erinnert. Sein Bruder Leo teilt ihm mit, dass er sich bei ihm 6,30 DM abholen können. Schnier hat jegliche Hoffnung auf ein gutes Leben verloren.

Die Handlung des Romans wurde vor etwas über einem Jahr für eine Aufführung des Nationaltheaters dramatisiert, d.h. in eine Theaterstück "umgeschrieben". Die Inszenierung des erstmals in Deutschland arbeitenden russischen Regisseurs Maxim Didenko erzählt die Handlung nicht durchgängig nach, sondern greift Motive aus dem Leben Hans Schniers auf und setzt sie zu einem Schauspiel zusammen. Dabei beeindruckt die Inszenierung v.a. durch ihre immense Bildstärke. Das Zusammenwirken von Bühnenbild, Videotechnik und Choreografie ermöglicht einen Reichtum an Eindrücken, der einen als Zuschauer nahezu erschlägt. Uns erwartet in diesem Sinne ein praller Theaterabend, der die Schauspieler*innen nahe an körperliche Grenzen bringt.

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Als nächste Vorstellung unseres Theater-Abos werden wir die Operette "Orpheus in der Unterwelt" sehen, und zwar am Samstag, dem 14.03.2020.

Moll-Gymnasium

Das im Süden der Stadt Mannheim gelegene Moll-Gymnasium ist eine mittelgroße Schule mit derzeit ca. 800 Schülerinnen und Schülern, die in 32 Klassen von 70 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet werden. Mehr erfahren

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