Am 1. Februar 2024 haben sich die 8. Klassen, begleitet von den Religions- und Ethiklehrern, auf den Weg gemacht, um drei Gotteshäuser, nämlich eine christliche Kirche, die Moschee und die Synagoge in Mannheim näher kennenzulernen.

Die Synagoge wurde 1987 erbaut. Sie zeigt in Richtung Jerusalem, also nach Osten. Vor dem 2. Weltkrieg hatte die Synagoge rund 7000 Mitglieder, jetzt sind es leider nur noch um die 480. Die Heilige Schrift der Juden ist die Tora, die den 5 Büchern Mose entspricht. Diese darf aber nur von Männern vorgelesen werden. Eine Torarolle – einer der wertvollsten Gegenstände in der Synagoge - ist 30 Meter lang und kostet , da sie handgeschrieben ist, ca. 40.000 Euro. Das Hauptsymbol in der Synagoge ist der Davidstern. Dieser ist hoch oben in der Kuppel der Synagoge abgebildet. - Die Frauen und Männer sitzen getrennt, die Frauen oben, die Männer unten. Nach jüdischer Vorstellung werden die Menschen nach dem Tod auferstehen; daher ist im Judentum nur eine Erdbestattung möglich, die Füße des Toten sollen in Richtung Jerusalem zeigen.- Jude kann man normalerweise nur von Geburt an sein, also wenn die Mutter jüdisch ist. Sollte dies nicht der Fall sein, man aber gerne Mitglied in der Synagoge wäre, muss man sich in der Gemeinde anmelden und verschiedene Prüfungen ablegen. Dabei muss aber beachtet werden, dass auch eine Art „Kirchensteuer“ bezahlt werden muss.

In der Moschee lernten wir ebenfalls einige interessante Dinge kennen. Es gibt zum Beispiel 2000 Muslime und 2 Gotteshäuser in Mannheim. Hier ist das Hauptsymbol die Mondsichel, also der Halbmond. Außerdem durften wir noch erfahren, dass es das Ritual der Waschung gibt. Bevor man beten geht, müssen Füße, Hände, Gesicht, Arme und der Mund ausgespült werden. Das Erbauen der Moschee in Mannheim dauerte 2 ganze Jahre, es mussten etliche Widerstände überwunden werden. Männer und Frauen sind während dem Beten ebenfalls getrennt, die Männer unten, die Frauen oben auf der Empore; sie stehen Schulter an Schulter beim gemeinsamen Gebet. Auch Muslime glauben an ein Leben nach dem Tod, und wie bei den Juden ist nur die Erdbestattung erlaubt, die Füße der Toten müssen in Richtung Mekka ausgerichtet sein.

In der Jesuitenkirche schließlich bestaunten wir die vielen Bilder und Darstellungen, die in Synagoge und Moschee fehlten; auch der Kurfürst Carl Theodor und seine Frau waren verewigt. Wir erfuhren, dass typische Gegenstände in einer katholischen Kirche das ewige Licht, der Tabernakel, Weihwasserbecken, Marienaltar und Heiligenfiguren sind. Männer und Frauen sitzen beim Gottesdienst nicht getrennt. Wie die Juden und Muslime glauben die Christen an die Auferstehung, allerdings ist neben der Erdbestattung auch die Einäscherung erlaubt.- Insgesamt haben wir an diesem Tag viele interessante und wichtige Informationen über die drei abrahamitischen Religionen erfahren, die in Mannheim – so wurde an allen drei Stätten betont – in einem guten und friedlichen Verhältnis zusammen leben.

Text: Emilia, Giulia, Noelia und Angelina, Kl. 8

 

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