Zu einer sehr außergewöhnlichen Musik- und Deutschstunde war die Schulgemeinschaft des Moll-Gymnasiums am Freitag, den 23. Februar 2024, um 17 Uhr eingeladen.

Mit Barbara Emilia Schedel (Mezzosopran), Timothy Sharp (Bariton) und Jan Roelof Wolthuis (Klavier) hatten sich drei hochkarätige Musiker eigens zusammengefunden, um im Musiksaal einen spannenden Balladenabend des Moll-Gymnasiums zu gestalten. Bei dieser Premiere kamen klassische Balladen wie „Der König in Thule“ (Johann Wolfgang v. Goethe), „Loreley“ (Wilhelmine Lorenz), „Belsazar“ (Heinrich Heine) oder „Der Feuerreiter“ (Eduard Mörike) zu Gehör. Die Vertonungen reichten von einfachen strophischen Liedern Carl F. Zelters über zunehmend differenziert und komplex gestaltete Lieder bei Franz Schubert und Robert Schumann bis zu Kompositionen von Carl Loewe und Hugo Wolf, die in Umfang, Form und technischem Anspruch zunehmend die Grenzen der Gattung „Klavierlied“ ausloten. Immer wieder lockerten Barbara E. Schedel von der Musikhochschule Karlsruhe und Timothy Sharp, der Professor an der Musikhochschule Mannheim ist, ihre virtuosen Gesangsdarbietungen mit Fragen an die Schülerinnen und Schüler auf. Mit ihren kenntnisreichen Erklärungen zu möglichen Interpretationen, zur wechselnden Bedeutung der Klavierbegleitung und Hinweisen auf die nicht immer harmonischen Beziehungen der Autoren und Komponisten zueinander zeigten sie vielfache Verbindungen zwischen den Werken auf und zogen so schnell alle Zuhörerinnen und Zuhörer in ihren Bann.

Nach einer ersten Stunde, die dem Vortrag der Balladen gewidmet war, hatten die Schülerinnen und Schüler im Anschluss die Möglichkeit, Fragen an die drei Musiker zu richten. Und diese Chance wurde neugierig genutzt: Wie viel man üben müsse, um so „krass“ Klavier spielen zu können? Wie lange, seit welchem Alter sie schon sängen? Wo sie denn üben könnten? Welche Ballade sie am liebsten hätten? Was sie verdienten? Die vielen Fragen der Jugendlichen haben gezeigt, wie sehr sie beeindruckt waren. Und die offenen Antworten der drei Musiker, allesamt selbst Eltern, beeindruckten die Zuhörerinnen und Zuhörer nochmals.

Balladen sind in Klasse 7 regelmäßig Thema des Deutsch- und Musikunterrichts. „Aber es fehlt oft die unmittelbare lyrische und musikalische Erfahrung. Das ist ein wenig wie Trockenschwimmen“, betont Dr. Ruth Kersting. Diese direkte Zusammenführung am Balladenabend sei das Besondere, so Kersting, die den Abend initiiert und organisiert hatte. Deshalb waren alle Siebtklässler an diesem Abend verpflichtend eingeladen. Aber auch zahlreiche Eltern, Kolleginnen und Kollegen und interessierte Gäste fanden den Weg in den gut gefüllten Musiksaal und belohnten das Musikertrio mit langanhaltendem Applaus. „Ich würde wieder vorbeikommen“, bilanziert Elias aus der neunten Klasse den Abend.

Text: Dr. Ruth Kersting

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