19.12.2019

  • Termin: Donnerstag, 19.12.2019, 19:30 Uhr - 22:30 Uhr (inkl. Pause)Möwe1
  • Werk: Die Möwe. Komödie von Anton Tschechow.
  • Uraufführung: 17.10.1896 in St. Petersburg
  • Premiere dieser Inszenierung: 29.11.2019
  • Regie: Christian Weise
  • mit Laszlo Branko Breiding, Johanna Eiworth, Vassilissa Reznikoff, Christoph Bornmüller, Eddie Irle, Boris Koneczny, Almut Henkel, Sarah Zastrau, Rocco Brück, Patrick Schnicke
  • Kartenausgabe: Dienstag, 17.12., 2. Hofpause, Raum 11 (im Rahmen einer Kurzeinführung), Mittwoch, 18.12., 1. Hofpause, Raum 11, sowie am Aufführungstag ab 19:00 Uhr im Theatercafé 

Ein russischer "Klassiker" bildet unsere erste Abo-Vorstellung des Schauspiels in dieser Saison. Der Autor Anton Tschechow untertitelte sein Drama zwar als "Komödie"; man sollte allerdings keinen "Schenkelklopfer" erwarten, denn das Werk bietet durchaus zahlreiche leise und wehmütige Momente, weshalb es im Programmheft des NTM auch als "Komödie zum Heulen" bezeichnet wird.

Die Handlung spielt auf einem Landgut in der russischen Provinz, wo die Figuren des Stücks zusammentreffen. Der junge Dichter Konstantin Treplew (Laszlo Branko Breiding) möchte Schriftsteller werden und hat bereits eine Komödie verfasst, die den Titel "Die Möwe" trägt. Dieses Werk soll nun im Garten des Landguts vor den Augen von Familienangehörigen, Freunden und Bekannten uraufgeführt werden. Die Hauptrolle spielt dabei Konstantins Geliebte Nina (Vassilissa Reznikoff). Die Mutter Konstantins (Johanna Eiworth), Irina Arkadina, eine alternde Schauspielerin in Angst, von jungen Konkurrentinnen verdrängt zu werden, hält jedoch nicht viel von den Künsten ihres Sohnes, was sie ihn auch spüren lässt. Sie bevorzugt eher Boris Trigorin (Christoph Bornmüller), mit dem sie eine Liebesbeziehung führt und den sie (deshalb?) für den besseren Dichter hält. Während der Aufführung kommt es zu einem heftigen Streit zwischen Mutter und Sohn, in dessen Verlauf allerdings auch klar wird, dass sich Nina ebenso zu Boris Trigorin hingezogen fühlt, weil sie sich auch von dessen Erfolg beeindrucken lässt und auf eine Karriere als Schauspielerin hofft. Als Boris und Konstantins Mutter nach Moskau abreisen, schließt sich Nina ihnen an und verlässt Konstantin. Erst nach einigen Jahren kommt Nina, von Boris Trigorin trotz eines gemeinsamen Kindes in Moskau allein gelassen, wieder auf das Landgut zurück, auch weil sie in Moskau keinen Erfolg als Schauspielerin hatte und nun auf bessere berufliche Aussichten hofft. Sie erkennt jedoch, dass sie nicht zu Konstantin zurückkehren kann, und verlässt ihn erneut, woraufhin sich Konstantin erschießt.

Die übrigen Figuren des Stücks umkreisen sozusagen kommentierend oder mit eigenen "Geschichten" die vier Protagonisten. Dadurch entsteht letztendlich eine Konstellation, in der jeder angehalten ist, Konventionen zu wahren und "gut" dazustehen. Dass man dabei den Halt unter den Füßen verlieren kann, suggeriert das imposante Bühnenbild der Inszenierung, das eine riesige Welle darstellt, auf der sich die Schauspieler*innen nicht gerade elegant oder problemlos bewegen können. Das macht sie natürlich immer wieder zu unfreiwillig komischen Figuren, weshalb es trotz der vielen "leisen" Töne durchaus auch etwas zu lachen gibt.

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Als nächste Aufführung bekommen wir Verdis Oper "Il trovatore" zu sehen, und zwar am Freitag, dem 24.01.2020. Danach steht französische Operette an: Offenbachs "Orpheus in der Unterwelt", wahrscheinlich am Donnerstag, dem 20.02.2020.

Moll-Gymnasium

Das im Süden der Stadt Mannheim gelegene Moll-Gymnasium ist eine mittelgroße Schule mit derzeit ca. 800 Schülerinnen und Schülern, die in 32 Klassen von 70 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet werden. Mehr erfahren

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