24.01.2020

  • Trovatore1Termin: Freitag, 24.01.2020, 19:30 - 22:15 Uhr (inkl. Pause).
  • Werk: Il trovatore (Der Troubadour). Oper von Giuseppe Verdi.
  • Uraufführung: 19.01.1853 in Rom.
  • Premiere dieser Inszenierung: 13.07.2019 
  • Regie: Roger Vontobel ("Fidelio")
  • Musikalische Leitung: Janis Liepins
  • mit Izabela Matula, Timothy Richards, Julia Faylenbogen, Evez Abdullah u.a.
  • Kartenausgabe am Dienstag, 21.01., 2. Hofpause in Raum 11 (mit Kurzeinführung), am Freitag, 24.01., 1. Hofpause, Raum 11 oder am ab 19:00 Uhr im Theatercafé.

Vor etwas mehr als 100 Jahren behauptete der italienische Star-Tenor Enrico Caruso, Verdis "Il trovatore" sei sehr einfach zu besetzen: Man brauche nur die vier besten Sänger der Welt. Tatsächlich steht diese sehr beliebte Oper recht häufig auf den Spielplänen der Opernhäuser. Voraussetzung ist aber immer ein Sänger-Ensemble, das die höchst anspruchsvollen Partien bewältigen kann. In Mannheim haben wir das offensichtlich.

Die Handlung kreist um zwei Brüder, Garcia (später: Manrico) und Luna, die als Kinder voneinander getrennt wurden und nun, ohne sich zu kennen, in einem Krieg verfeindet aufeinandertreffen und zudem in die gleiche Frau (Leonora) verliebt sind. 

Einst verbrannte man eine Zigeunerin auf dem Scheiterhaufen, da sie Garcia, so glaubte man, mit einem Fluch belegt hatte. Die Tochter dieser Zigeunerin, Azucena, raubte daraufhin Garcia, um ihn ebenfalls zu verbrennen, warf in einem Zustand geistiger Verwirrtheit aber ihr eigenes Kind in die Flammen und zog dann Garcia auf, wobei sie ihm den Namen Manrico gab. Bis heute weiß niemand von diesem Vorfall; alle glauben, dass Garcia tot und Manrico das leibliche Kind Azucenas ist. Dieser Manrico zieht als Troubadour, also als Sänger, durch die Lande.

Garcias (Manricos) Bruder Luna befindet sich im Krieg und begehrt außerdem Leonora. Diese ist jedoch, so erzählt sie ihrer Freundin Ines, in einen Troubadour, den Zigeuner Manrico, verliebt. Bei einem Aufeinandertreffen der beiden Männer stellen diese in Anwesenheit Leonoras fest, dass sie nicht nur die gleiche Frau lieben, sondern auch politische Kriegsgegner sind. Bei einem Kampf besiegt Manrico den Grafen Luna, ohne ihn allerdings zu töten, wird aber auch selbst schwer verwundet.

Die Zigeuner feiern den Sieg. Manricos Mutter Azucena pflegt ihren Sohn und erzählt ihm dabei erstmals von seiner wahren Vergangenheit. Gleichzeitig verbreitet sich im Lande das Gerücht, dass Manrico tot sei. Leonora beschließt daraufhin ins Kloster zu gehen; Luna möchte sie mit seinem Gefolge aus diesem Kloster entführen, um sie für sich zu gewinnen. Während dieser Entführung erscheint zur Verwirrung aller Anwesenden Manrico, der von dem Plan erfahren hat- Leonora und Manrico beschließen, zum Ärger Lunas, zu heiraten.

Luna sinnt auf Rache und nimmt Manricos Mutter gefangen, um sie auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen. Kurz vor ihrer Trauung erfahren Leonora und Manrico davon, was ihn dazu veranlasst, Luna erneut anzugreifen. Diesmal siegt jedoch Luna und nimmt seinen Widersacher ebenfalls gefangen.

Leonora bietet sich Luna als Gemahl an, um Manrico so "freizukaufen", nimmt aber heimlich Gift, um nicht an Lunas Seite leben zu müssen. Sie besucht Manrico im Kerker, um Abschied zu nehmen, erzählt ihm dabei von ihrem Plan und stirbt schließlich durch das Gift. Luna hat die beiden jedoch belauscht und tötet im Zorn Manrico. Jetzt klärt Azucena jedoch über die wahre Geschichte auf: Luna muss erkennen, dass er seinen eigenen Bruder umgebracht hat.

Die Geschichte ist also höchst dramatisch. Neben den großen Emotionen sind letztendlich der Fluch und das Feuer die Elemente, die diese Dramatik ausmachen und begünstigen. Hier setzt auch die Inszenierung an: So wie ein Feuer Licht erzeugt und Schatten wirft, arbeitet auch die Regie mit Licht- und Schattenelementen und mit Schwarz-Weiß-Kontrasten. Auch Rauch und der Scheiterhaufen sind ständig präsent; in manchen Szene wird der Scheiterhaufen zusätzlich von oben "gespiegelt" und scheint regelrecht auf die Sänger einzustürzen. Der Fluch wiederum wird durch die vom Regissuer hinzuerfundene Figur "Das Trauma" versinnbildlicht, eine Tänzerin, die die Handlung zusätzlich voranzutreiben scheint, aber auch die Figuren "belastet".

Musikalisch hält diese Oper wunderbare Arien, aber auch imposante Chöre bereit. Besonders bekannt ist der Zigeunerchor aus dem II. Akt, der bis heute in den Medien regelmäßig eingesetzt wird, mitunter sogar bei einer Werbung für Spaghetti.... 

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Entgegen der letzten Ankündigung sind die folgenden Vorstellungen wahrscheinlich diese: 

Freitag, 14.02., Ansichten eines Clowns; Samstag, 14.03., Orpheus in der Unterwelt

Moll-Gymnasium

Das im Süden der Stadt Mannheim gelegene Moll-Gymnasium ist eine mittelgroße Schule mit derzeit ca. 800 Schülerinnen und Schülern, die in 32 Klassen von 70 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet werden. Mehr erfahren

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